Warum die heutige Ernährung nicht mehr ausreicht
Der Darm und die Mikrobiomgesundheit stehen heute mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen in Zusammenhang. Besonders betroffen sind die sogenannten nicht-übertragbaren Krankheiten wie:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Krebs
- Diabetes
- neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz und Parkinson
Ein einseitiges, entzündlich geprägtes Mikrobiom spielt dabei eine zentrale Rolle in der Entstehung und dem Fortschreiten dieser Krankheiten. Umgekehrt schützt uns ein vielfältiges, artenreiches Mikrobiom langfristig vor vielen chronischen Belastungen.
Diese Vielfalt benötigt jedoch eine pflanzenbasierte, naturbelassene und abwechslungsreiche Ernährung – genau das wird in unserer westlich-modernen Lebensweise mit einem Überangebot an industriell verarbeiteten Lebensmitteln immer schwieriger. Die Folge ist ein gefährlicher Mangel an pflanzlichen Schutzstoffen im Mikrobiom.
Studien zeigen, dass diese Form der Mangelernährung heute zu den wichtigsten vermeidbaren Todesursachen zählt. Weltweit gehen laut WHO jährlich rund 40 Millionen der insgesamt 60 Millionen Todesfälle auf nicht-übertragbare Krankheiten zurück. Hauptverursacher sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen, Diabetes sowie stark zunehmende psychische und neurologische Leiden.
Der gefährliche Kreislauf aus Industrie und Medikamenten
Das moderne Ernährungssystem treibt viele Menschen direkt in einen Teufelskreis aus Krankheit und Medikamentenabhängigkeit. Industriell erzeugte Nahrungsmittel fördern Entzündungen, Stoffwechselprobleme und Störungen im Mikrobiom. Die Folge sind Symptome, die medikamentös behandelt werden – häufig ohne die ursprüngliche Ursache zu beheben.
Viele dieser Medikamente lindern kurzfristig Beschwerden, schwächen jedoch langfristig erneut das Mikrobiom. Anschließend entstehen neue Symptome – und der Kreislauf beginnt von vorn. Dieses System ist wirtschaftlich höchst lukrativ, wird jedoch selten grundsätzlich hinterfragt.
Warum gesunde Ernährung heute so schwer geworden ist
Theoretisch wäre es möglich, sich auch heute noch mikrobiomfreundlich zu ernähren. Praktisch jedoch liegen in Supermärkten schätzungsweise bis zu 90 % unausgewogene Industrieprodukte. Die verbleibenden naturbelassenen Lebensmittel sind oft teurer, schwerer verfügbar oder qualitativ geschwächt.
Die Lebensmittelindustrie investiert Milliarden in die gezielte Optimierung von Geschmack, Textur und Belohnungseffekten. Mithilfe von Süßstoffen, Zusatzstoffen, Farb- und Emulgatoren werden Produkte exakt auf unsere Vorlieben zugeschnitten. Besonders problematisch ist der flächendeckende Einsatz von Zucker.
- Rund 75 % aller industriellen Lebensmittel enthalten Zucker
- Es existieren über 50 verschiedene Zuckerbezeichnungen, oft bewusst verschleiert
- Der durchschnittliche Zuckerkonsum liegt bei 34 kg pro Person und Jahr
- Empfohlen wären etwa 9 kg
Zucker aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn besonders stark. Studien zeigen, dass diese Aktivierung teilweise sogar intensiver ausfallen kann als bei bestimmten Suchtstoffen. Die Folge sind steigende Raten von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Asthma und Karies – bereits im Kindesalter.
Auch die Qualität der Lebensmittel leidet
Selbst wer bewusst einkaufen will, stößt heute auf strukturelle Probleme in der Landwirtschaft. Intensiver Anbau, Monokulturen, chemische Düngemittel und Pestizide laugen die Böden aus. Wichtige Bodenbakterien, die für die Nährstoffaufnahme der Pflanzen notwendig sind, werden zerstört.
Hinzu kommen:
- frühzeitige Ernte
- lange Transportwege
- Züchtung auf Optik statt Nährstoffdichte
- gezielte Reduktion von Bitterstoffen und Antioxidantien
Dabei sind gerade diese Bitterstoffe und sekundären Pflanzenstoffe entscheidend für den Schutz vor Entzündungen, Zellschäden und Stoffwechselstörungen. Selbst die wenigen verbleibenden „gesunden“ Supermarktprodukte verlieren so zunehmend an Qualität.
Viele Menschen stehen heute vor der Frage: Was kann man überhaupt noch guten Gewissens essen?